Teste dich selbst

Heute durfte ich ein bisschen für den Erfolg meiner Mitschüler sorgen: Eine Gruppe aus dem Psychologiekurs (den ich nur wegen der Lehrkraft nicht belege – die “Wir haben nur Exkremente gelernt”-Berichte kamen einfach von den besten Leuten) führte einen Persönlichkeitstest durch. Anonym, aber mit Nummer, sodass man die Ergebnisse erfahren kann.

Die Fragen waren zugegebenermaßen ziemlich interessant. Feststellungen, die man mit “stimmt” oder “stimmt nicht” kommentieren musste. Highlights waren “Ich glaube, ich arbeite mehr als andere” (hahahahaha!), “Ich leider öfters unter Verstopfung” und “Ich führe eine glückliche Ehe”.

Die Ergebnisse gibt es nach den Pfingstferien und ich bin ehrlich gespannt. Laut Internettests bin ich nämlich depressiv, habe eine Borderline-Störung und milde Psychosen. Nicht, dass ich irgendetwas davon glauben würde. Pubertierende haben schließlich so allerhand Probleme, mit Autoaggression experimentieren viele (zumindest versucht man es doch öfter mal, merkt aber im Normalfall, dass es zu nichts führt).

Noch zwei Prüfungen, dann erst mal friedlich in die Türkei.

Kleine Melancholische Schreiberei

Im Hintergrund singt Kenshi Yonezu, dass er Vivi liebt.

Aber er muss Vivi verlassen, und wir haben uns gar nicht erst getroffen. Keiner weiß, was er denken soll, und ich weiß nicht, was ich davon halten soll, dass du jetzt noch weiter weg bist als sonst.

6 Stunden mit dem Auto, wenn man schnell fährt.

Ich liebe Vivi nicht, ich kenne sie nicht einmal. Dafür liebe ich andere Menschen und Tiere und Dinge.

Heute landete ein einsamer Brief in einem Briefkasten in Plymouth. Beim Gedanken daran lächelte er breit.

Freut mich, dir eine Freude machen zu können.

Und es sind Dissonanzen im Hintergrund von “Vivi” zu hören, und dass du nicht da bist, ist der schlimmste Akkord.

Perfektion

Vorhin saß ich an einem Tisch in der Mensa und heulte mich darüber aus, dass Kenshi Yonezu perfekt ist.

“Der Kerl kann singen, zeichnen, komponieren, Texte schreiben und mit VOCALOIDs umgehen! Was soll das eigentlich?” Das frustriert mich wirklich. Gestern fand ich nämlich auf dem Tumblr von über sein Album “diorama” heraus. Ich bin ja ein großer Hachi-Bewunderer und das Video zu hat mich so ziemlich umgebracht.

Als Antwort hätte ich nicht wirklich ein “Du bist doch hier die, die alles kann! Deswegen hassen wir dich auch alle” erwartet. Hm, ich kann schon ein bisschen zeichnen und einigermaßen singen, aber alles? Ich kann zum Beispiel keine Sudokus lösen, nicht länger als eine Minute durchjoggen oder mit Menschen reden. Gut, vielleicht kann Hachi das ja auch nicht. Aber bezogen auf seine Musik zählt das auch recht wenig, und für seine Musik ist er bekannt.

Ich würde mich hingegen nicht als berühmt bezeichnen. Ich habe zwar gut 65 Follower auf (Achtung, NSFW!) und ein paar wahnsinnig tolle Leute dort kennengelernt, aber wirklich bekannt bin ich nicht. (65 Follower sind ja auch nicht gerade viel.)

Meine ist auch die einzige Person, die sich so ziemlich alles anhört, was ich singe. Und wir finden ja alles aneinander toll. Vor genau einem Monat saß ich in meinem Zimmer und konnte nicht glauben, was sie mir per SMS geschrieben hatte. Und jetzt glaube ich es immer noch nicht.

Ich erwähne sie nicht umsonst in einem Blogeintrag namens “Perfektion”. Liest sie zwar eh nicht, aber ich liebe dich, Jenn.

Raus aus dem Schrank

Ach ja, lange nicht mehr gebloggt hier. Aber ich hatte schon längere Pausen und die Stats danach waren besser denn je.

Habe ich das Thema LGBT hier eigentlich je mal angeschnitten? Kann mich nicht erinnern, jedenfalls ist es dann doch ganz aktuell in meinem Leben momentan. Naja, eigentlich fehlt in der Abkürzung noch das P wie Pansexualität, dann passt es.

Ich habe ja persönlich das Glück, einen Vater zu haben, dem meine (normalerweise nicht vorhandenen) Beziehungen egal sind, solange ich keine Szenekinder date und vor lauter Rumgeflirte die Schule nicht vernachlässige. Ist ja auch nicht so. (Mein geheimer Gothfetisch kommt mir da aber leicht in die Quere.)

Meine Mutter hingegen mag Brokeback Mountain und das ist alles, was ich über ihre Einstellung zu diesem Thema weiß. Meine kleine Schwester ist 12 und “schwul” ist für sie ein Schimpfwort. Nuff said.

In letzter Zeit habe ich auch ziemlichen Spaß an sarkastischem Heterobashing. Natürlich bin ich nicht heterophob, das ist der größte Schwachsinn. Aber ich muss zugeben, der Satz “Guck mal, die Wolken kommen auf, uhh, voll hetero” (aus Blumios “Die Welt ist schwul” hat schon was.

Ich diskriminiere ja noch nicht mal Pädophilie oder sonst was; kann man nicht ändern. Nur, wenn man das auslebt und dabei Leute zu Schaden kommen, kann man es nicht mehr tolerieren.

Eh, jedenfalls lege ich auch hier meinen Forever-Alone-Status ab. Offiziell. Bis jetzt hat meine 20-jährige Fernbeziehungspartnerin noch niemanden großartig gekümmert. Nur auf tumblr werden wir gnadenlos geshippt. Sind ja auch canon.

Ich frage mich eigentlich, warum manche Leute, die sogar älter sind als ich, Beziehungen vor ihren Eltern verheimlichen. Ganz normale, bisweilen vollkommen sexfreie Heterobeziehungen. Ist wohl eine Vertrauenssache.

Endspurt in Klasse 11, dann bricht mein letztes Schuljahr an. Ach herrje.

Ki-ka-kurzer Suchbegriffpost

Jetzt findet mich auch noch Google.

46 Aufrufe durch “dumpfmoebel” – allein schon die Tatsache, dass ich so oft gegooglet werde, macht mir Angst. Andere Begriffe sind aber auch nicht ungruseliger.

Wenn die Leute schon “dumpfmoebel. wordpress” in die Google-Leiste eingeben, können sie das “.com” ja auch gleich dahinter setzen und ab in die Adressleiste damit. Tatsächlich machen es 4 Leute auf diese umständliche Weise – mit dem Leerzeichen drin.

Man schreibt mich nicht mit ö
. Das tut man einfach nicht.

Schön, dass man mich auch auf “dumpfmoebel wordüress” findet. Üress – das klingt wie türkisches Dressing. Also Dönersoße?

Offenbar hat irgendein Lehrer an irgendeiner Schule wahnsinnige Langeweile, wenn seine Schüler im Internet nach “schreiben sie einen dialog von möbelhaus hausaufgaben” suchen. Seriously. Ein Dialog von einem Möbelhaus schreiben? Ist das die Selbsthilfegruppe? So kaputt bin ich noch lange nicht.

Ich weiß ja, mein Blog ist cool, aber dass man beim Tippen in Google so aufgeregt ist, dass man glatt “dumpfmoebel wordrpesss” schreibt… Ja, so gut schreibe ich dann doch nicht.

Obwohl, auch ein Bücherwurm veirrte sich hierhin, als er sich erkundigte, was denn gerade so “bester jugend thriller” sei.

Und ein guter Musikgeschmack ist auch vorhanden. Jetzt wundere ich mich aber wirklich: Wie viele elendige Google-Seiten hat der Sucher von “gorillaz” durchforstet, um letztendlich hier zu landen?

Manche Menschen können mit Anglizismen einfach nicht umgehen. So auch der Verfasser von “tolle möbel gefunden by wordpress“. Offenbar hast du sie noch nicht gefunden, denn du googlest sie ja. Tu dich doch mit “wordpress möbel” zusammen, der hat auch ein Faible für Inneneinrichtung.

Schön, wenn sich jemand darüber informiert – und in diesem Zeitraum kann das ja fast nur ein Schüler aus meiner Stufe gewesen sein, der mehr über ““pol&is”” erfahren möchte (Gänsefüßchen inklusive). Der gute Hauptmann hat uns ja vorgestern schon alles erklärt.

Und zu guter letzt will wohl jemand “unbedingt dass jemand meine arme bzw mich zu gesicht bekommt“. Kann mir schon vorstellen, worum es geht. Hier ein Tipp: Trag kurze Ärmel. Aber rechne mit abfälligen Kommentaren. Deine Leidensgenossen tragen nicht umsonst meist lange Ärmel, selbst im Hochsommer.

Team

Bekanntlich die Abkürzung für “Toll, Ein Anderer Macht’s”.

Ich hasse Mannschaftssportarten. Nicht, weil ich sie langweilig finde. Auch nicht, weil alles von meinen Teamkameraden abhängt. Nein, die Teamkameraden erwarten etwas von dir.

Deswegen freue ich mich so sehr auf das nächste Halbjahr. Schwimmen. Du kannst so scheiße sein, wie du willst, die Anderen kümmert es einen Dreck. Vielleicht lachen sie dich aus oder schütteln den Kopf, aber sie motzen dich nicht an. Versuchen nicht halbherzig, dir irgendwelche Tipps zu geben.

Es ist so kalt, dass meine immer-fettige Haut langsam austrocknet. Meinem Gesicht geht es ganz gut, das hat jetzt eine gewöhnliche Feuchtigkeit, aber meine Hände sind rot, rissig, runzelig, aufgesprungen, rau. Ich könnte sie ja eincremen, aber wozu? Es tut mir nicht weh, es sieht nur schrecklich aus, aber das wird ja wieder.

Ich dachte, ich könnte meine Meldeangst überwinden, aber ich hasse es immer noch, im Unterricht die Hand zu heben – juhu, 6 Punkte mündlich in allen Fächern! Was dafür erstaunlich gut lief, war eine Chemie-Abfrage. Ich hoffe, meine Kurskameraden sind mir wenigstens dankbar, dass ich ihnen den Arsch gerettet habe. Ich hasse Abfragen. Vor allem bei unserem Chemielehrer. An der Tafel stehen und blamiert werden. Die 11 Punkte dafür sind nur ein schwacher Trost.

Und das Private? Wird immer eigenartiger. Ich finde Dinge über meine Freunde heraus, die mich schocken und erstaunen, gleichzeitig finden Freunde Dinge über mich heraus, die sie wohl schocken und erstaunen, und alle sind geschockt und erstaunt.

Es gibt nichts lustigeres, als am Valentinstag fünf pinke Rosen zu verschicken. Das ist ja die Farbe der heimlichen Verehrer. Anbetracht der Tatsache, dass ich unfähig bin, Zuneigung zu zeigen, ist das gar nicht mal so falsch. Aber der eigentliche Grund war, dass rot Mainstream ist, orange zum Kotzen hässlich und Ferrero Küsschen kriegt keiner von mir, am Ende schmecken die den Leuten nicht.

Die Psychopathen-Tonne

Heute ist wohl einer meiner kranken Tage. Ehrlich gesagt geht’s mir auch nur deshalb ganz gut.

Gestern Abend ein Buch begonnen und gerade beendet: “Zickenjagd” von Susanne Mischke (oder so). Der Titel ließ ja eigentlich nicht auf einen Thriller schließen, die Inhaltsangabe auch nicht. Das einzige war der kleine “Thriller”-Schriftzug unter dem Titel und die Kommentare meiner Zimmerpartnerin.

Es handelt von einer Schickimickicheerleaderglamqueen namens Josy (allein schon der Name ist brechreizerregend), die von einer Fett-und-hässlich-und-ziemlich-anhänglich-Außenseiterin gestalkt wird. Natürlich fand ich wieder die Yandere cool. Der Rest des Casts war eigentlich auch recht unterhaltsam, vor allem der versiffte Punkbruder oder der Philosophie-Nerd (der hörte sich sehr niedlich an).
Der Schreibstil war recht simpel und ich habe Kommafehler gefunden (zieht jedes Buch runter. Jedes.), aber das hat so gepasst. Ist ja auch ein Jugendthriller. Das Ende wirkte ziemlich erzwungen, so nach dem Motto “Wait a sec, bis jetzt war ja alles total vorhersehbar, ich sollte auf den letzten zweieinhalb Seiten unbedingt noch einen Twist einbauen”. Aber naja.

Wen pink nicht stört, der kann es lesen. Ist eine nette Unterhaltung, aber schnell durch. Hat auch nicht viele Seiten, so grob 300.

Ansonsten habe ich jetzt WG-Zeit um acht Uhr abends. Bedeutet: Danach darf ich nicht mehr aus meiner WG heraus. Stört mich jetzt nicht so, ist eigentlich sogar ziemlich förderlich bei meinem neuen, äußerst ungesunden Vorhaben. Uff.

Schon wieder Schule, juhu.

Das ist der Wahnsinn, plötzlich sind meine Statistiken wieder in die Höhe geschossen. Vielen Dank, liebe Besucher! Ihr gebt mir ein bisschen Licht.

Hier haben wir einen erneuten Sonntagabend und ratet mal, wer keine Lust auf Unterricht hat.
Meine Mathehausaufgaben verwesen gerade gemütlich auf meinem Block. Zumindest drei Aufgaben habe ich gemacht. Und es ist ja nicht so, als ob ich das nicht könnte. Ich habe einfach die Nase voll von diesem stupiden Rumgerechne.

Diesen Samstag darf ich eine Präsentation in Mathe halten, was freue ich mich darauf. Über irgendetwas… Alltägliches. Mathe im Alltag. Wie wäre es mit Kalorienzählen oder so etwas.
Meine Schwester hat unseren jahrhundertealten Mini-Stepper links liegen lassen. Jetzt gehört er mir. Das Ding quietscht und macht Dreck, aber auch Spaß. Darf ich eben nur tagsüber darauf herumtrampeln.

Wenigstens auf Deutschunterricht freue ich mich. Franz Kafka. Der Kerl denkt ziemlich eigenartig, aber das gefällt mir. Irgendwie möchte ich ihn in den Arm nehmen. Aber er ist ja schon tot.

Dieser Cranberrysaft ist eigentlich zum Kotzen. Warum stürze ich ihn literweise runter? Weil ich Appetit habe. Auf Nudeln mit Käsesauce. Aber mal abgesehen davon, dass die Pfunde purzeln müssen; wo soll ich um neun Uhr an einem Sonntag Nudeln mit Käsesauce herbekommen?

Dämonentage

Wie man sieht, klingen viele Liedtitel bescheuert, wenn man sie ins Deutsche übersetzt.

Hier sitze ich also in meinem Zuhause-Zimmer, höre Gorillaz mit leichten Kopfschmerzen und freue mich auf den nächsten Turnus.

Endlich bin ich Basketball los, genau wie all die Sportstreber. Von nun an darf ich mit einer entspannenden Gruppe Schwimmen üben. Man müsste meinen, bei meinen Minderwertigkeitskomplexen schwimme ich ungern, aber meine Figur ist mir in dem Moment immer egal. Ich mag das Wasser, den Chlorgeruch und die Hintergrundgeräusche.

Meine Anmeldung für POL&IS ist drin, ein Politik-Planspiel, das von der Bundeswehr veranstaltet wird. Ich hasse Politik, aber ich liebe Planspiele und kann so mit Sicherheit noch etwas lernen. Aus mir herauskommen.

Die letzten zwei Wochen waren hart. Drunter und drüber, aber hauptsächlich drunter. Dafür habe ich eine Gleichgesinnte gefunden. Und mein Zeugnis ist recht gut. Allerdings gingen mir auch eine Menge Leute auf den Keks.

Jedenfalls sollte es jetzt besser werden oder ich drehe durch. Aber ich bin zuversichtlich. Bis auf mein Gewicht, ich sehe das schon wieder in die Höhe schnellen.

Glück

Wer will nicht wissen, was Glück ist? Wie man es erreichen kann? Hier meine Notizen zu dem Biologiereferat eines Klassenkameraden. Wortgetreu wiedergegeben, einzig die Namen sind zensiert. Es liegt an euch, ob ihr schlau daraus werdet.

Glück ist ein Zusammenspiel.

Morphium führt zu Glücksgefühl durch Stickstoffmonoxid.

Dopamin macht Vorfreude und Verlangen nach Glück – Risiko und Aktivität.

Algen können Glück empfinden.

Serotonin hebt die Laune -> Gelassenheit, Ausgleich, lockere Stimmung -> wird bei Vanilleduft ausgeschüttet

Oxytozin: glückliche Bindung, Verliebtheit -> Liebeshormon => Bindungshormon

-> deaktiviert kritisches Denken, Herzklopfen ich bin zu 25 % glücklich)

Angst und Stress sind das gleiche

“Ob es dann noch ‘nen Schwanz hat wie… Aminosäuren… was lacht ihr?”

Frustessen!
Lob > Tadel
natürlich > künstlich
Sex = Schlaftablette
Persönliche Einstellung
Arbeitslosenhilfe ist sinnlos.
There’s something wrong with me chemically
Something wrong with me inherently
Aubergine
In Vanuatu ist man am schnellsten zufrieden.
Ich nehme dir dein Blut ab, um dein Glück zu messen. :D
Finnen sind depressiv. Sonne macht glücklich! :)
Zufriedenheit basiert auf Chemie -> Hr. E. ist glücklich!
M. ist glückskritisch!
Wir können nur Hormone messen. Glück bleibt nicht erfassbar!
FLOW = geistiger Orgasmus
Liebesnasenspray <3
Psycho-
Studium

Wie man sieht, schreibe ich effektiv mit.

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